Festplatte klonen

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Eine Festplatte klonen heißt nichts anderes, als deren vollständigen Inhalt incl. aller Partionen und Daten als 1:1-Kopie auf eine andere Festplatte zu übertragen.

Inhaltsverzeichnis

[bearbeiten] Anwendung

Benötigt wird eine solche Funktion z.B. beim Kauf einer neuen Festplatte, wenn die Daten der alten Festplatte vollständig auf die neue übertragen werden sollen.

Benutzer eines Linux-Betriebssystems wie Ubuntu oder Kubuntu haben es da leicht. Mittels des dd-Befehls lässt sich so ein Vorhaben schnell und einfach realisieren.

dd steht für Disk Dump. Es dient zum bit-genauen Kopieren von Festplatten, Partitionen oder Dateien. "Bit-genaues" Kopieren bedeutet, dass der Datenträger Bit-für-Bit bzw. Byte-für-Byte ausgelesen und beschrieben wird, unabhängig von dessen Inhalt und Belegung. dd funktioniert grundsätzlich mit allen Dateisystemen (wie z.B. ext2/3, reiserfs, vfat, ntfs etc.) auf die Ubuntu / Linux zugreifen kann. dd funktioniert auch mit CD/DVD-Dateisystemen, allerdings nur für Daten-CDs/DVDs.

Wichtig!

  • dd wird ohne weitere Rückfragen bzw. Sicherheitsabfragen ausgeführt. Bei unachtsamen Aufrufen könnten evtl. vorhanden Daten überschrieben werden!
  • Bevor man eine Partition oder komplette Platte sichert sollte diese ausgehängt werden, um sicherzustellen, dass während des Sicherungsvorgangs keine Daten auf die zu sicherende Platte geschrieben werden.


[bearbeiten] Syntax

dd wird über den Terminal aufgerufen:

dd if=Quelle of=Ziel <Optionen>

if Steht für "Input File", kann ein komplettes Gerät (z.B. /dev/hda), eine Partition oder eine Datei sein.
of Steht für "Output File", kann ein komplettes Gerät (z.B. /dev/hdb), eine Partition oder eine Datei sein.


[bearbeiten] Festplatte klonen

Der folgende Befehl klont (kopiert) die komplette Festplatte /dev/hda inklusive aller Partitionen, MBR und Partitionstabelle auf die Festplatte /dev/hdb:

dd if=/dev/hda of=/dev/hdb bs=16384

Der Parameter bs=16384 steht für eine Blocksize von 16 MB und beschleunigt die Datenübertragung enorm.

Wichtig:

  • Es sollte darauf geachtet werden, dass die beiden Festplatten gleich groß sind. Das Ziellaufwerk darf keinesfalls kleiner als das Quellaufwerk sein. Sollte das Ziellaufwerk größer sein, sollte dies allerdings kein Problem darstellen.


[bearbeiten] Partitionen klonen

Der folgende Befehl klont (kopiert) die komplette Partition /dev/hda1 auf die Partition /dev/hdb1:

dd if=/dev/hda1 of=/dev/hdb1

Wichtig: Es sollte darauf geachtet werden, dass die beiden Partitionen gleich groß sind.


[bearbeiten] Image einer Partition sichern

Der folgende Befehl erstellt ein Image von /dev/hda1 in die Datei image_hda1.img, welche im Heimatverzeichnis gespeichert wird:

dd if=/dev/hda1 of=~/image_hda1.img

Diese Art der Sicherung ist nicht wirklich zu empfehlen, da die Image-Datei die gleiche Größe wie die gesicherte Partition hat. Daher ist es sinnvoller, das Image zu komprimieren. Der folgende Befehlt erstellt ein komprimiertes Image der Partition /dev/hda1 und speichert dieses in die Datei image-compress_hda1.img im Heimatverzeichnis. Durch das Weglassen von of im Befehlsaufruf werden die Daten auf die Standardausgabe geschrieben, wo sie dann per Pipe-Operator an gzip weitergeleitet werden:

dd if=/dev/hda1 | gzip -9 > ~/image-compress_hda1.img.gz

Hinweis: Auch wenn das Image von gzip mit der höchsten Kompressionsstufe komprimiert wird, kann die Ausgabedatei unter Umständen trotzdem sehr groß werden. Man sollte also auf ausreichend Platz auf dem Zieldatenträger achten!


[bearbeiten] Image einer Partition zurücklesen

Um das so erzeugte komprimierte Image wieder zurückzusichern, kann man folgenden Befehl verwenden:

gunzip -c ~/image-compress_hda1.img.gz | dd of=/dev/hda1


[bearbeiten] Alternativen

Wer lieber mit einer grafischen Benutzeroberfläche arbeitet kann zur Datensicherung auch Partimage nutzen.



--Arndt 17:52, 17. Feb. 2007 (CET)

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